Im Parallelbetrieb ist aber auch doppelte Leistung rasch abrufbar. Ein automatisches Regelsystem sorgt für einen reibungslosen Ablauf – und für die entsprechenden Leistungsreduktionen oder -steigerungen auf den Punkt genau. Damit lasse sich trotz der

Die H&H Gerätebau hat wieder einmal gezeigt, dass mit viel Einsatz, Sachverstand und Konzeptionsarbeit spezielle Kühlaggregate individuell auch für schwierigste Bedingungen gefertigt werden können. Ein kürzlich fertig gestelltes Kälteaggregat sollte auf Abruf besonders viel Leistung bringen können. Die Luft in einer Testkammer musste bis zu – 70° C gekühlt werden.

H&H-Tiefkälteaggregat mit mit vier Kompressoren.

Die Qualität liegt im Detail – Kaskadensysteme sind anspruchsvoll.

Obwohl man es nicht sehen wird: Coole Systeme sind auch von hinten schön.

Besondere Herausforderung waren die geforderten raschen Leistungswechselmöglichkeiten. Im Bereich der Industrie-Tiefkälte geht das nur mit entsprechendem Einsatz von Technik und Energie. Auf der Basis von vier mächtigen Zweizylinder-Kompressoren entstand das Spezialgerät.

Das doppelt angelegte System beruht auf dem Prinzip der Kaskadenkühlung. Mit zwei unterschiedlichen Kältemedien, dem Kältemittel 404a (bis ca. -40°C) und R23 (-70°C) kann die unterschiedliche Kühlleistung abgerufen werden. Die autarken Kältesysteme mit vielen Ausgleichs- und Druckbehältern kühlen so die Luft im Testraum. Sie sind redundant einsetzbar. Sollte eine Anlage ausfallen, kann die andere einspringen.

Im Parallelbetrieb ist aber auch doppelte Leistung rasch abrufbar. Ein automatisches Regelsystem sorgt für einen reibungslosen Ablauf – und für die entsprechenden Leistungsreduktionen oder -steigerungen auf den Punkt genau. Damit lasse sich trotz der beachtlichen Volllast-Leistung bis 15 KW bei – 70°C Kälteleistung auch noch Energie sparen, erklärte H&H Geschäftsführer Norbert Herrmann. Denn im Niedriglastbetrieb reduziere sich die Leistung bis 5 KW.

Firmenchef Herrmann und der Technische Geschäftsführer Jürgen Riedl sind sichtlich stolz auf ihr „Baby“. Die Anlage ist eine gelungene Kombination von Kundenwunsch, Qualitätskomponenten, kältetechnischer Denkarbeit, viel Erfahrung mit Industriekälte und einem sorgfältigen Finish. Herrmann erläuterte, dass eine zeitnahe Lösung dieser Aufgabe viel persönlichen Einsatz erfordere, gute Zusammenarbeit, Erfahrung und einige Extra-Stunden. H&H-Chef Herrmann ließ es sich auch nicht nehmen, die Inbetriebnahme und die Testläufe vor Ort, diesmal in Hamburg, vorzunehmen.

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