Synergien genutzt Kompetenz und Innovation durch Kooperation mit Praxisnähe, Forschung und Know-how

H&H Gerätebau, Langenargen, und die Hochschule Karlsruhe kooperieren bei einem Förderprojekt. Mit im Boot ist auch die Stemke Kunststofftechnik aus Döbeln. In Zusammenarbeit wollen die drei Partner am bundesweiten, technologie- und branchenoffenen Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) teilnehmen.

Förderprogramm für Innovationen
Das Förderprogramm hat das Bundes- ministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWI) ausgeschrieben. Ziel ist unter anderem die Förderung einer Kooperation zwischen mittelständischen Unternehmen und wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen. Insgesamt soll so Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen nachhaltig gesteigert werden. Das Förderprogramm läuft bundesweit, techologie- und branchenoffen.

Ideen für Kunststofftechnik
Aus dem Werkzeug- und Formenbau kam die Grundidee für das gemeinsame Projekt. Seit mehreren Jahren arbeiten die Stemke Kunststofftechnik und das Institute of Materials and Processes (IMP) an der Hochschule Karlsruhe zusammen. Gemeinsam entwickelte man die Implementierung einer Kältemittelkühlung in ein Spritzgießwerkzeug. Hier ist künftig auch das Know-how der H&H Kälte-Spezialisten gefragt.

Synergie für alle
Jeder der Beteiligten bringt seine Stärken in das Projekt ein, das bringt Synergie. So kommen die projektrelevanten Fragestellungen meist von den Unternehmen. Die Hochschule unterstützt die Firmen bei der wissenschaftlichen Erarbeitung und Aufbereitung der Fragestellungen. Vor allem besonders zeit- und personalintensive Arbeitspakete werden von der Hochschule übernommen, da diese von den Firmen oftmals nicht oder nur schwer „gestemmt“ werden können. Das betrifft vor allem die Vorbereitung und Durchführung von Versuchsreihen unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten.

Kooperation gewinnt
Speziell mit H&H läuft parallel eine Chef-Kooperation zwischen Prof. Dr.-Ing. Rüdiger Haas, Direktor beim IMP, und Norbert Herrmann, leitender Geschäftsführer der H&H Gerätebau. Sie erarbeiten eine Richtlinie zur Dokumentation der CE-Konformität der bei H&H hergestellten Anlagen und Geräte. Des Weiteren arbeiten die H&H-Kühlspezialisten derzeit daran, die von der Stemke Kunststofftechnik benötigten Kälteaggregate zu normieren und diese dann als Kleinserie herzustellen. Wie von Projektkoordinator Tobias Knipping (IMP Karlsruhe) zu erfahren war, bietet die Zusammenarbeit für alle Beteiligten einen Wissens- und Erfahrungsgewinn. Knipping sieht die Kooperation als Beginn einer langjährigen Zusammenarbeit. Perspektiven könnten sich hier unter anderem aus neuen, noch zu entwickelnden Produkten für die H&H Gerätebau ergeben.

Parallel dazu, erläutert Knipping, eröffnen sich für die Kühlspezialisten von H&H aus den umfangreichen Netzwerken der Hochschule neue Kontakte und potentielle Neukunden. Das könne gerade in wirtschaftlich nicht leichten Zeiten viele Chancen bieten.

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